Albert Park und Halbfinale

16 10 2011 Martina

Tja so schnell vergeht die Zeit. Rugby Worldcup ist immer noch voll im Gange. Heute ist das zweite Halbfinalspiel Neuseeland – Australien. Ganz Neuseeland hofft, dass wir es Frankreich gleich tun und heute Abend ins Finale einziehen. Falls wir es schaffen, wäre es das gleiche Finale wie 1987. Und 1987 haben die All Blacks das erste Rugby Worldcupfinale gewonnen. Somit wird es mal wieder Zeit, dass sie sich den Pokal holen.

Wir haben den Winter überstanden und haben mittlerweile viele schöne, sonnige Tage. Temparaturen liegen zwischen 15 und 20 Grad. Und da jetzt auch alles anfängt zu blühen, sind wir beide in Frühlingsstimmung. Wir waren heute im Albert Park. Der Park liegt mitten in der Stadt, nur ca. 10 min zu Fuß von unserer Wohnung weg. Eine kleine grüne Oase mitten in der Großstadt. Jürgen hat euch mal ein paar Bilder gemacht…

Und weil das Wetter heute so toll war, haben wir auch auf dem Balkon zu Abend gegessen. Was will man mehr als tolles Essen, tollen Wein und ein Livekonzert :). Das ist ein eindeutiger Vorteil, wenn man mitten in der Partyzone wohnt.

So nun aber schnell auf die Couch, denn das Spiel fängt ja schon um 9 pm Ortszeit an. Go All Blacks!!!

Martina & Jürgen



Rugby World Cup 2011 РEr̦ffnungstag

11 09 2011 Martina

Freitag 08.09.11 – Auckland ist im Ausnahmezustand.

Martina hat heute gar nicht erst versucht auf die Arbeit zu gehen. Die Innenstadt ist bereits seit Donnerstag Abends abgesperrt und da wir mitten in der Partyzone wohnen, kommen wir mit dem Auto auch nicht mehr raus. Martina hat dann versucht von zuhause aus konzentriert zu arbeiten. Tja besonders gut hat das nicht funktioniert, weil ab ca. 11 Uhr der Lärmpegel stündlich gestiegen ist. Ab 15 Uhr war dann an Arbeit nicht mehr zu denken und wir haben angefangen uns auf den Worldcup einzustellen.

Bis 17 Uhr haben sich dann ca. 120.000 Menschen versammelt und alle warteten darauf, dass die Eröffnungsfeier endlich anfängt. Fast pünklicht um 16 Uhr sind dann die ersten Waka’s (so heissen die Holzboote der Maori) im Hafen angekommen und es gab eine traditionelle Maoribegrüßung. Wir konnten uns aussuchen, ob wir es auf einer der 4 Leinwände, die man von unserer Wohnung aus sieht, anschauen wollen oder doch im Fernsehen. Haben uns für einen Mix entschieden. Wir sind dann noch auf ein Bier auf den Nachbarbalkon eingeladen worden, wo wir dann gemeinsam mit ihren Freunden über die unglaubliche Menge an Menschen staunen konnten.

Um 18 Uhr sind wir dann Richtung Eden Park aufgebrochen. Der Plan war eigentlich, dass wir den Zug nehmen und dann entspannt dort ankommen wollten. Leider dachten sich das vermutlich auch alle 50.000 anderen Besucher des Spiels und so sind wir am Bahnhof gestanden und uns wurde gesagt, dass es wohl mindestens 1 Stunde (!!) dauern würde, bis wir einen Zug nehmen könnten. Somit haben wir beschlossen, zu Fuß dort hinzugehen. Auf dem direkten Weg sind es auch nur 4,4 km von zuhause. Wir hatten noch eine gute Stunde bis die Eroeffnungszeremonie stattfinden sollte, somit mussten wir uns beeilen. Das ist allerdings in Auckland gar nicht so einfach, weil erstens unglaublich viele Menschen auf den Straßen unterwegs waren und es zweitens sehr hügelig ist und unser Weg ging natürlich bergauf, nicht bergab. Somit haben wir neue Nebenstrassen mit tollen Shoppingmöglichkeiten entdeckt, während wir eilig Richtung Stadion gelaufen sind.

Wir sind dann auch nach ca. 45 Minuten leicht außer Atem (das war unser Workout fuer den Tag) mit vielen anderen freudigen Fans angekommen. Auf den Weg dorthin haben wir neue Freunde gefunden, weil wir die einzigen waren, die dank Google Maps auf dem iPhone wussten wie man dort auf den direkten Weg hinkommt. Allerdings hat uns unser Freund Google kurz vor dem Ziel verlassen, weil Jürgen vergessen hatte, sein Handy zu laden. Aber wer konnte auch wissen, dass wir es brauchen würden. Als das Handy sich verabschiedete, sind wir fast vor dem Stadion gewesen und mussten nur der freudigen Masse folgen.

Das Stadion selbst ist groß für neuseelaendische Verhältnisse, wer allerdings europäische Dimensionen kennt, würde es durchschnittlich nennen. Wir durften dann erst mal üben, wie man mit einem Handy Lichteffekte zaubert, um die Zuschauer auf den Bildschirmen zu beeindrucken. Und dann ging das Ganze auch los. 10, 9, 8, usw.

Die Eröffnungsshow war sehr beeindruckend und es ist wohl was sehr Besonderes bei einem solchen Ereignis dabeizusein. Hier ein Link, falls es euch interessiert.

Es spielten Neuseeland gegen Tonga, wobei ziemlich schnell klar war wer gewinnen würde. Die erste Hälfte des Spieles war noch sehr spannend, die zweite Hälfte war dann relativ langweilig, weil klar war, dass Tonga keine Change haben würde. Neuseeland hat dann auch 41-10 gewonnen, wobei Tonga immerhin einen Try (Versuch) hatte.

Nach dem Spiel ging es dann geordnet zum Bahnhof und wir konnten schon in den zweiten Zug einsteigen. Die Rückfahrt war dann relativ enstpannt und da wir nur eine Minute vom Bahnhof weg wohnen, waren wir dann auch schon um 23.30 Uhr wieder zuhause. Und wir waren sehr überrascht, dass vor unserer Haustuer fast niemand mehr zu sehen war. Die Party war offiziell bis 2 Uhr angesetzt, aber da es relativ kalt war, waren die meisten bereits auf dem Weg nach Hause gewesen… Gut für uns, denn so konnte Martina wenigstens schlafen…

Tja und da wir im Stadion waren, haben wir leider das 10-minütige Feuerwerk direkt vor unserer Haustür verpasst. Aber das war es wert. Nur falls es auch interessiert, hier auch ein Link dazu.

Liebe Grüße aus der Partyzone (es spielt gerade Südafrika gegen Wales)
Martina und Jürgen



….und die Kartons sind endlich in der Wohnung angekommen!

28 08 2011 Martina

Am 26.8.2011 9 Uhr sind die ersten Kisten bei uns in die Wohnung geschleppt worden. Fast 4 Monate nachdem wir sie in Buckenhof verschickt hatten, sind sie nun wieder in unserem Besitz.

Das erste was Jürgen gemacht hat, als die Umzugsfirma weg war, war seinen gelieben iMac zu umarmen und Martina hat nach der Schuhkiste gesucht, um ihre geliebten roten Schuhe auszupacken.

Da wir uns beide Urlaub genommen hatten, um die Kisten auszupacken, haben wir uns auch gleich ans Werk gemacht. Jürgen hat dann zügig die Kaffeemaschine ausgepackt, damit wir endlich guten Kaffee trinken können. Als sie einsatzbereit war, haben wir auf dem Balkon bei 18 Grad und strahlendem Sonnenschein erst mal gefrühstückt. Ich liebe diesen Winter hier

Etwas geschockt waren wir als wir den Zustand der ein oder anderen Umzugskiste gesehen haben. Aber erstaunlicherweise ist sehr wenig kaputt gegangen, nur etwas Porzellan ist zerbrochen, aber das soll ja Glück bringen

Wir sind noch dabei die ganzen Geschenke die wir bekommen haben zu plazieren. Wir haben schon einen Platz für Peters/Andis Bild, die Kollage von Sonja, Jessi, Karo und Urs. Martina´s Gummibärchen sind auch schon merklich weniger geworden und eine Dose hat sie dummerweise auch ihren Arbeitskollegen versprochen .  Der Wein und die Spätzle sind auch schon im Regal verstaut und werden bei passender Gelegenheit konsumiert. Die Vorratsdosen sind perfekt um alles Übriggeblieben zu verstauen.

Samstag haben wir dann auch die Flaschenpost geöffnet. Danke an alle für die netten Zeilen, wir haben uns sehr gefreut. Martina sogar so sehr, dass sie Pipi in den Augen hatte , aber wer sie kennt weiß ja, dass sie nah am Wasser gebaut ist.

Es fühlt sich toll an, endlich mit seinem eigenen Hausstand zu wohnen, auch wenn uns vorher nichts Wesentliches gefehlt hat. Die Wohnung sieht nun bewohnt aus mit Büchern im Regal und ist mit persönlichen Sachen vollgestellt. Nun können wir uns auch wirklich wie zuhause fühlen.

Liebe Grüße,
Martina und Jürgen



Rugby World Cup 2011 – Wir sind dabei!

21 08 2011 Martina

Am 9. September 2011 ist das Eröffungsspiel Neuseeland vs. Tonga und wie ihr auf einem der Bilder unten sehen könnt, wir sind dabei Dank Martina´s Mama (danke für das tolle Geburtstagsgeschenk) werden wir das erste Spiel live erleben dürfen.

Für alle die denken, was ist Rugby. Rugby ist der Nationalsport in Neuseeland und wird auch in vielen anderen Ländern gespielt. Es ist ein Mannschaftssport mit dem Ziel einen „Try“ (Versuch) zu landen. Es hat Ähnlichkeiten mit American Football, aber die Spieler tragen keinen Schutz. Wenn man das Spiel zum ersten Mal schaut, sieht es aus als gäbe es keine Regeln. Auch wenn man eher vom Fußball oder Basketball kommt, wie wir, sieht das sehr brutal aus. Aber erstaunlichweise gibt es wenig schwere Verletzungen.

Auch wenn man nach mehreren Wochen Rugby wieder mal Fußball schaut, sieht es fast aus wie Ballett und dass sich die Spieler bereits bei der kleinsten Berührung hinfallen lassen, weil sie gefoult wurden.

Auckland und auch der Rest von Neuseeland machen sich nun schon seit Wochen fein für die vielen Besucher die erwartet werden. Es werden neue Stadtteile eingeweiht „Wynyard Harbour“ (gleich um die Ecke wo wir wohnen), viele bunte Werbung aufgestellt und auch sonst ist schon ein Hauch von Vorfreude in der Luft. Gemischt mit dem, was man darüber im Fernsehen mitbekommt, kommt schon richtig Rugbyfieber bei uns auf.

Wir wohnen auch mitten in der Partyzone. Die „Cloud“ (Wolke), so nennen sie das Etwas was vor unserem Haus gebaut wurde, wird die Party Location schlechthin werden. Somit heißt es für uns mitfeiern, denn an Schlafen ist an den Tagen, wo es Spiele gibt sowieso nicht zu denken. Wir haben auch schon diverse Anfragen von Kollegen, Freunden erhalten wann wir unsere erste Rugbyparty schmeißen. Tja, wir überlegen noch, aber falls es Neuseeland ins Halbfinale schafft, wäre das durchaus denkbar.

So das wars dann auch schon für heute. Bis zum nächsten Mal

Liebe Grüße, Martina und Jürgen



Der Container ist da….

14 08 2011 Martina

Die Geschichte, wie der Container von Buckenhof nach Auckland kam.

Am 28.4.2011 wurde unser Hab und Gut abgeholt und nach England gebracht. Da wir keinen ganzen Container verschiffen, sondern nur 40 Kartons, müssen wir den Container teilen. Tja und teilen hieß in unserem Fall erst mal warten, bis der Container voll ist.

Am 16.6.2011 hat der Container dann endlich England verlassen und ist über Bremen, nach Singapur geschippert. Durch das Internet kann man mittlerweile genau verfolgen, wo sich der Container gerade befindet. Das ist super, aber wenn der Container dann für ca. 1 Woche von der Bildfläche verschwindet, fängt man an sich so seine Gedanken zu machen….

Am 12.7.2011 ist der Container dann in Singapur angekommen, leider mit etwas Verspätung. So konnte er sein vorgesehnes Schiff nicht mehr erreichen und musste auf ein anderes Schiff umgeladen werden. Der ursprüngliche Termin war als 25.7.2011 angeben. Der konnte nun nicht mehr gehalten werden und der Container sollte nun am 29.7.2011 ankommen.

Von unserer Spedition hier in Neuseeland haben wir dann erst mal zig Formulare bekommen, die wir ausfüllen mussten. Der Zoll will genau wissen, was man so importiert. Also brav alles angeben, was man an natürlichem Material einführt, Alkohol, Lebensmittel, etc. Gar nicht so einfach nach fast 3 Monaten immer noch zu wissen, was man in welche Kiste gepackt hat. Für alle die auswandern wollen, schreibt euch das genau auf :)

Am 29.7.2011 um 14.30 Uhr haben wir das Schiff mit unserem Container zum ersten Mal gesehen. Toll, wenn man das direkt vom Balkon aus machen kann. Tja das Problem ist nun nur noch, den Container durch den Zoll zu bekommen und das OK der Heimatschutzbehörde.

Am 02.08.2011 hat uns dann Charlie zum ersten Mal kontaktiert. Charlie ist für unseren Import zuständig von Seiten der Spedition. Er wollte nun zusätzlich zu den zig Papieren, die wir schon aufgefüllt hatten und unseren beglaubigten Passkopien (die gibts hier beim Friedensrichter), noch eine Information was für Alkohol wir importieren, welche Menge, was das Ganze gekostet hat. Blöd, wenn man den Wein geschenkt bekommen hat und leider auch nicht mehr genau weiß wie viel % Alkohol der hat. Na mal schaun, was der Zoll so sagt.

Am 10.08.2011 wollte Charlie dann noch wissen, was unsere Gartenscheren (beides Geschenke :)) so wert sind und ob wir sie schon genutzt hätten. Also googeln, was sowas kosten kann und Info weiterleiten. Wir haben mal nicht geschrieben, dass wir sie als Geschenk zum Schafe scheeren bekommen haben. Weiß nicht, wie er da so drauf reagiert hätte .

Tja und nun ist schon der 14.08.2011 und wir warten immer noch auf unsere Sachen. Aber der Container ist schon weitergezogen und es kann sich nur noch um Tage handeln. Beim nächsten Mal erfahrt ihr dann, ob alles heil angekommen ist.

Liebe Grüße,
Martina & Jürgen



Avalanche City Konzert

29 07 2011 Martina

Freitag Abend, wir haben uns heute mal dafür entschieden nicht auf der Couch zu sitzen, sondern zu einem Konzert zu gehen.

Somit sind wir mit der Fähre nach Devenport gefahren, um erst mal lecker Fish&Chips zu essen *Yammie*. Nebenbei haben wir endlich unser erstes griechisches Restaurant in Auckland entdeckt. Da müssen wir die nächsten Wochen auch mal hin.

Um 19.30 Uhr sollte das Konzert anfangen, wie das in Neuseeland so ist, nimmt es da nicht so genau. Wir hatten so kurz vor 20 Uhr dann unsere erste Vorband (wir wussten gar net, dass es welche geben sollte). Die Folkrockband ALASKA war überraschend gut, aber Stimmung war noch keine da. Der zweite Musiker (wir wissen den Namen leider nicht) hat die Stimmung langsam gehoben. Auch wenn die Kiwis generell gerne quatschen während eines Konzerts, statt der Musik zuzuhören ;)

Um 22 Uhr kamen sie dann auf die Bühne. Martina hat die CD bereits zum Geburtstag bekommen, somit kam die Musik bekannt vor. Die Band hatte mit Love, Love, Love eine Number1 in Neuseeland. Viel Spaß mit der kleinen Kostprobe. Leider gibt es das bei euch nicht im ITunes zu kaufen.

Es war ein toller Abend, mal sehen ob man von der Band vielleicht auch in Europa was hören wird. Lohnt sich reinzuhören.

Wünschen euch eine schöne Zeit.

Liebe Grüße aus Aotearoa (Land der langen weißen Wolke)
Martina und Jürgen



Dinner Party

10 07 2011 Martina

Diese Woche hatten wir unsere erste Dinner Party in Neuseeland. Wir haben unsere langjährigen Freunde Nancy und Nick eingeladen, die wir bereits seit unserem ersten Aufenthalt kennen. Wir sind die Jahre über in Kontakt geblieben und verbringen nun immer wieder mal ein paar Stunden zusammen.

Die beiden haben mittlerweile eine kleine Familie gegründet mit Sohn Oliver (18 Monate, so süß) und in ein paar Tagen wird noch ein viertes Mitglied zur Familie stoßen. Es wird ein Mädchen, den Namen kennen wir noch nicht.

Während Martina arbeiten war, hat sich Jürgen ab 11 Uhr an den Herd gestellt und lecker Essen vorbereitet. Es gab diesmal Folgendes:

Selbstgemachtes Focaccia mit Knoblauchbutter und Olivenöl

Mediterranen Salat mit Garnelen

Rinderfilet mit Grünem-Spargel-Risotto und Rotweinjus

Galaktoburiko (nach Original Hallerhof-Rezept) mit Vanilleeis

Für alle die schon mal von Jürgen bekocht wurden, läuft jetzt das Wasser im Mund zusammen. Für alle anderen, es war wirklich sehr, sehr lecker . Auch sonst hatten wir diesen Abend sehr viel Spaß und es wurde doch ein relativ langer Abend.

Noch ein paar Bilder, Jürgen in action und ein Bild von Nancy und Nick (die Bilder sind etwas unscharf, da Martina schon Wein intuss hatte ).

Am Wochenende sind wir auf Grund unseres Viertel-Marathon-Trainings (dazu mal in einem extra Beitrag mehr) wieder mal nicht zu viel anderem gekommen, und auch das Wetter war eher wechselhaft, auch wenn es letztendlich gar nicht so viel geregnet hat, wie die Wettervorhersage angekündigt hatte.

Nachdem wir nun schon fast 10 Wochen (!) ohne Haarschnitt ausgekommen sind, haben wir uns ein Herz gefasst und einen Friseur ganz in der Nähe unserer Wohnung aufgesucht… und wir müssen sagen, dass wir recht zufrieden sind, auch wenn es natürlich kein Vergleich zu Danielas Künsten und Service (immer mit lecker Kaffee und Kuchen ) ist!

So schnell ist ein Wochenende auch wieder vorbei… bis zum nächsten Mal.

Grüße, Martina und Jürgen



Es ist vollbracht…

3 07 2011 Jürgen

… auch ich (Jürgen) habe (endlich?) erfolgreich meine Arbeitssuche abgeschlossen!

Nachdem ich in einer epischen Suche, die eigentlich schon vor der von Martina angefangen hat , Kontakt zu unzähligen Recruitern (Personalvermittlern) hatte und dabei aber nur selten auch ein tatsächliches Vorstellungsgespräch bei einem wahrhaftigen Arbeitgeber herausgesprungen ist, bin ich nun doch bei der Firma gelandet mit der ich vor gerade mal gut 6 Wochen mein erstes Gespräch hatte. Man sagt eben nicht umsonst gut Ding will Weile haben. Dabei mache ich meinem jetztigen Arbeitgeber keinen Vorwurf, in einer (noch) kleinen Beratungsfirma kann man eben nur neue Leute einstellen, wenn man auch sicher ist man macht mit ihnen Geld, sprich man hat Kunden, die so jemanden brauchen. Eher gestört hat mich, dass sich einerseits die Recruiter, aber auch wenn mal diese Hürde geschafft war, auch die Arbeitgeber sehr an den Zahlen/Daten in ihren Jobbeschreibungen aufhängen. Wenn da 5 Jahre Erfahrung steht, dann müssen das auch mindestens 5 Jahre sein. Egal ob ein Lebenslauf vielleicht vermittelt (oder es sollte) dass der Kandidat genügend Potential hat um vielleicht mehr in die Waagschale werfen zu können wie manch anderer mit mehr Jahren, zumindest auf dem Papier.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass kaum einer der Recruiter deinen Lebenslauf so richtig liest, da man in Gesprächen ständig Dinge gefragt wird, die eigentlich klar und deutlich darinstehen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und zumindest ein Recruiter, über welchen ich dann auch den Job vermittelt bekam, hat sich mehr als alle anderen ins Zeug gelegt und den richtigen Arbeitgeber ausgewählt! Danke dafür . An Personalvermittlern kommt man hier so gut wie nicht vorbei, da fast alle Firmen über Vermittler neue Kräfte suchen, und auf den Jobmärkten im Internet auch fast nur diese inserieren.

Da Siemens in Neuseeland keine so große Rolle spielt und kein großer Arbeitgeber ist, verstehe ich schon dass man nicht so viel damit anfangen kann, aber aufgrund der Dinge die ich dort gemacht und wie ich zu Siemens gekommen bin, hätte ich eigentlich schon vermutet dass das mehr zählt. Aber was man nicht versteht kann man auch schwer bewerten .

Naja, Schwamm drüber. Ich hatte am Freitag gleich mal eine richtige Einführung bei meinem neuen Arbeitgeber mit feuchtfröhligem Team-Meeting und anschließendem Pub-Besuch . Aber keine Sorge, das geht nicht jeden Tag so ab… denke ich zumindest.

Achtung folgender Abschnitt enthält Software- und Technologie-Bezeichnungen, die möglicherweise nicht allen geläufig sind, einfach überlesen, wenn ihr nur Bahnhof versteht: Jedenfalls darf ich in Zukunft als technischer Berater mein geballtes SAP BW Know-How bei den Kunden einbringen. Bin da im Moment auch der Einzige in der Firma. Außerdem werde ich auch als SAP BussinessObjects Data Service Experte (wow, lange Bezeichnung) ausgebildet werden. Wird also sicher spannend und ich werde auch viel Neues lernen.

So, jetzt haben wir eigentlich erst mal alles erreicht was wir uns vorgenommen haben, und warten gespannt was uns die nächsten Monate in NZ so bringen…

Viele Grüße,
Jürgen



Mid-Winter Party

19 06 2011 Martina

So wir sind´s mal wieder. Bei mir ist schon fast wieder Alltag eingekehrt. Jeden Morgen früh aufstehen, in die Arbeit fahren wie ihr alle auch. Allerdings habe ich das Vergnügen den Leuten auf der anderen Spur beim Im Stau stehen zusehen zu dürfen. Beim Nachhausefahren das Ganze dann nochmal in die andere Richtung.

Wenn ich nicht gerade auf die Arbeit fahre, lerne ich sehr viel Neues. Es ist eine sog. POS-Software (Point-of-Sales) und eigentlich genau das, was an Supermärkten oder bei Bekleidungsgeschäften auf den Computern läuft, dami die genau wissen, wenn sie was einscannen, was es kostet. Somit kann man sehr schnell Beispiele fürs Testen finden, weil ich ja schon einmal oder auch zweimal einkaufen war. Meine lieben Kollegen werden auch nicht müde mir alles zu erklären und sind dabei sehr geduldig. Hab hier auch sowas wie einen Mentor, er heißt Hugh ist aus Irland und vertritt Jürgen D. (ganz liebe Grüße ) so gut er kann.  Macht viel Spaß eine neue Software kennenzulernen mit all ihren Schwächen (irgendwoher kenn ich das ). Auch wird der Job eine Herausforderung, weil dazu auch Account Management und Projektleitung gehört, sowie Presales.

Vieles ist sehr ähnlich wie im letzten Job, aber es gibt durchaus auch Unterschiede.  Am ersten Tag habe ich von meiner Recruitmentfirma einen Kuchen bekommen. Den haben wir dann gleich im Team verputzt mit ner Tasse Kaffee/Tee (sind ja hier in einer ehemaligen englischen Kolonie). Für Jürgen ist natürlich auch noch was übrig geblieben. Auch sonst bringt gern mal jemand was fuers ganze Team zu Essen mit. Gibt hier sowas wie nen Bake-Off und Jürgen backt gerade für mich ne Sachertorte, die ich am Montag mitnehme.

Zweimal im Jahr gibt es von der Firma eine Party. Zu Weihnachten und eine Mid-Winter Party. Diese war am Freitag und da neben den Mitarbeitern auch die Partner eingeladen waren, musste er auch mit. War ein sehr schöner, feucht-fröhlicher Abend , wo man die Kollegen mal von einer anderen Seite kennenlernen konnte. Freuen uns schon auf die Weihnachtsfeier.

Liebe Grüße aus dem winterlichen (15Grad-kalten) Auckland,
Martina



Auckland Domain (Stadtpark)

6 06 2011 Jürgen

Nachdem der Samstag (04.06.2011) komplett verregnet und kalt war, und wir quasi dazu gezwungen wurden uns den ganzen Tag aufs Sofa zu kuscheln sah es am Sonntag wieder überraschend gut aus. Sonnenschein und fast 20 Grad sind für einen Winterttag doch gar nicht so schlecht. Deswegen hat es uns auch nach Draußen gezogen. Diesmal wollten wir nicht weit fahren und haben uns daher einen der Parks in Auckland ausgesucht. Der Auckland Domain (Stadtpark) ist zu Fuß gut 20 Minuten von unserer Wohnung entfernt und war daher das ideale Ziel.

Dort angekommen erspähte Martina sofort ein Schild mit der Aufschrift „Lovers Walk“ (Liebespaar Weg) und da konnten wir nicht umhin diesen zu beschreiten . Noch etwas matschig vom vorherigen Regentag aber trotzdem idyllisch und sehr urwaldig. Kaum zu glauben, dass wir eigentlich mitten in Auckland unterwegs waren. Wie unten auf dem abfotografierten Schild zu lesen ist, endet der Weg der Liebenden am Ententeich (hmmm, was das wohl zu bedeuten hat). Nicht nur wir hatten das schöne Wetter genutzt sondern auch einige Familien mit ihren Kindern, die dort die Enten und Gänse fütterten. Auch ich habe mich gleich an meine Kindheit erinnert gefühlt, wie wir mit altem Brot zum Waldspielplatz (in Schweinfurt) gelaufen sind, um dieses dort dem Federvieh zum Fraß vorzuwerfen. Dass am Aucklander Ententeich überall Schilder aufgestellt waren, man soll doch bitte kein Brot in den Teich schmeißen, sondern nur auf die Flächen davor, weil es sonst zu irgendwelchen Wasserverpestungen kommen kann (was die wohl in ihrem Brot haben?), hat aber niemand so wirklich gestört .

Neben dem Ententeich hat der Stadtpark noch viele Grünflächen, einen Farn-Garten und auch zwei Wintergärten zu bieten, in welchen allerlei exotische Pflanzen gezüchtet werden (natürlich alles zum freien Eintritt!). Auf dem Gelände steht ebenfalls das Auckland War Memorial Museum, das schon von Außen was hermacht. Daher wollte Martina es auch fotografieren, aber der Fotoapparat verweigerte ihr dies… Akku leer . Daher müssen wir bei einem weiteren Besuch des Auckland Domain (und den wird es bestimmt geben) das Bild vom Museum und der restlichen Pflänzchen nachreichen. Aber hier zumindest die paar, die wir machen konnten:

Ein sehr schöner Ausflugsort und das sozusagen in der Nachbarschaft. Man muss also nicht mal ins Auto steigen um richtig schöne Natur zu sehen.

Liebe Grüße,
M&J