Rugby World Cup 2011 РEr̦ffnungstag

11 09 2011

Freitag 08.09.11 – Auckland ist im Ausnahmezustand.

Martina hat heute gar nicht erst versucht auf die Arbeit zu gehen. Die Innenstadt ist bereits seit Donnerstag Abends abgesperrt und da wir mitten in der Partyzone wohnen, kommen wir mit dem Auto auch nicht mehr raus. Martina hat dann versucht von zuhause aus konzentriert zu arbeiten. Tja besonders gut hat das nicht funktioniert, weil ab ca. 11 Uhr der Lärmpegel stündlich gestiegen ist. Ab 15 Uhr war dann an Arbeit nicht mehr zu denken und wir haben angefangen uns auf den Worldcup einzustellen.

Bis 17 Uhr haben sich dann ca. 120.000 Menschen versammelt und alle warteten darauf, dass die Eröffnungsfeier endlich anfängt. Fast pünklicht um 16 Uhr sind dann die ersten Waka’s (so heissen die Holzboote der Maori) im Hafen angekommen und es gab eine traditionelle Maoribegrüßung. Wir konnten uns aussuchen, ob wir es auf einer der 4 Leinwände, die man von unserer Wohnung aus sieht, anschauen wollen oder doch im Fernsehen. Haben uns für einen Mix entschieden. Wir sind dann noch auf ein Bier auf den Nachbarbalkon eingeladen worden, wo wir dann gemeinsam mit ihren Freunden über die unglaubliche Menge an Menschen staunen konnten.

Um 18 Uhr sind wir dann Richtung Eden Park aufgebrochen. Der Plan war eigentlich, dass wir den Zug nehmen und dann entspannt dort ankommen wollten. Leider dachten sich das vermutlich auch alle 50.000 anderen Besucher des Spiels und so sind wir am Bahnhof gestanden und uns wurde gesagt, dass es wohl mindestens 1 Stunde (!!) dauern würde, bis wir einen Zug nehmen könnten. Somit haben wir beschlossen, zu Fuß dort hinzugehen. Auf dem direkten Weg sind es auch nur 4,4 km von zuhause. Wir hatten noch eine gute Stunde bis die Eroeffnungszeremonie stattfinden sollte, somit mussten wir uns beeilen. Das ist allerdings in Auckland gar nicht so einfach, weil erstens unglaublich viele Menschen auf den Straßen unterwegs waren und es zweitens sehr hügelig ist und unser Weg ging natürlich bergauf, nicht bergab. Somit haben wir neue Nebenstrassen mit tollen Shoppingmöglichkeiten entdeckt, während wir eilig Richtung Stadion gelaufen sind.

Wir sind dann auch nach ca. 45 Minuten leicht außer Atem (das war unser Workout fuer den Tag) mit vielen anderen freudigen Fans angekommen. Auf den Weg dorthin haben wir neue Freunde gefunden, weil wir die einzigen waren, die dank Google Maps auf dem iPhone wussten wie man dort auf den direkten Weg hinkommt. Allerdings hat uns unser Freund Google kurz vor dem Ziel verlassen, weil Jürgen vergessen hatte, sein Handy zu laden. Aber wer konnte auch wissen, dass wir es brauchen würden. Als das Handy sich verabschiedete, sind wir fast vor dem Stadion gewesen und mussten nur der freudigen Masse folgen.

Das Stadion selbst ist groß für neuseelaendische Verhältnisse, wer allerdings europäische Dimensionen kennt, würde es durchschnittlich nennen. Wir durften dann erst mal üben, wie man mit einem Handy Lichteffekte zaubert, um die Zuschauer auf den Bildschirmen zu beeindrucken. Und dann ging das Ganze auch los. 10, 9, 8, usw.

Die Eröffnungsshow war sehr beeindruckend und es ist wohl was sehr Besonderes bei einem solchen Ereignis dabeizusein. Hier ein Link, falls es euch interessiert.

Es spielten Neuseeland gegen Tonga, wobei ziemlich schnell klar war wer gewinnen würde. Die erste Hälfte des Spieles war noch sehr spannend, die zweite Hälfte war dann relativ langweilig, weil klar war, dass Tonga keine Change haben würde. Neuseeland hat dann auch 41-10 gewonnen, wobei Tonga immerhin einen Try (Versuch) hatte.

Nach dem Spiel ging es dann geordnet zum Bahnhof und wir konnten schon in den zweiten Zug einsteigen. Die Rückfahrt war dann relativ enstpannt und da wir nur eine Minute vom Bahnhof weg wohnen, waren wir dann auch schon um 23.30 Uhr wieder zuhause. Und wir waren sehr überrascht, dass vor unserer Haustuer fast niemand mehr zu sehen war. Die Party war offiziell bis 2 Uhr angesetzt, aber da es relativ kalt war, waren die meisten bereits auf dem Weg nach Hause gewesen… Gut für uns, denn so konnte Martina wenigstens schlafen…

Tja und da wir im Stadion waren, haben wir leider das 10-minütige Feuerwerk direkt vor unserer Haustür verpasst. Aber das war es wert. Nur falls es auch interessiert, hier auch ein Link dazu.

Liebe Grüße aus der Partyzone (es spielt gerade Südafrika gegen Wales)
Martina und Jürgen


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